Kreisverkehr am Bahnhof Lochham sicher machen

Das im Bauausschuss vom 09.01.2020 vorgestellte Sicherheitsaudit zum Kreisverkehr am Bahnhof Lochham zeigt, dass dieser im Jahr 2007 von der seinerzeitigen Leitung des Bauamts wohl entgegen den schon damals geltenden Sicherheits- und Bauvorschriften errichtet wurde. Es kann nicht sein, dass Radfahrende auf für sie eigentlich verbotene Zebrastreifen geleitet werden und dort Zufußgehende gefährden. Radwege enden im Nichts. Die Kreisfahrbahn wurde viel zu schnell und damit gefährlich ausgelegt. Radfahrende Schüler werden täglich von den Schulweghelfer*innen notgedrungen auf verbotene Strecken geleitet, weil ein legaler und gleichzeitig sicherer Schulweg nur durch Absteigen und  Schieben möglich ist. Unsere Kinder werden so aktiv dazu erzogen, Verkehrsregeln zu missachten.

Bis zum abschließenden Umbau des Kreisverkehrs am Bahnhof Lochham sollten zeitnah provisorische Maßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit und des Verkehrsflusses für Radfahrende und Zufußgehende durch Markierungsarbeiten und ggf. geringfügige Pflasterarbeiten im Gehwegbereich geschaffen werden.

Die Diskussion und Ausarbeitung einer Beschlussvorlage für die konkrete Ausführung dieser  provisorischen Maßnahmen solte an den Arbeitskreis Radverkehr bei der Gemeinde verwiesen werden, in dem ich als Sachkundiger aus den Kreisen der Radfahrenden neben Vertretern aus dem Gemeinderat, der Verwaltung und der Polizei Mitglied bin.

Ich unterstütze den Vorschlag von Bürgermeisterin Uta Wüst und dem Sicherheitsauditor, zunächst nur provisorische Sofortmaßnahmen durch kostengünstige Markierungen durchzuführen. Vielleicht können noch geringfügige Pflasterarbeiten im Gehwegbereich dazu kommen. Ein entsprechender Vorschlag des ADFC liegt der Gemeinde seit über 4 Jahren vor.

Ich unterstütze ebenfalls den Vorschlag der Bürgermeisterin, sich ausreichend Zeit für die gründliche Prüfung und Planung von ggf. umfangreichen Umbauten zur Erlangung einer richtlinienkonformen und sicheren Kreisverkehrsanlage zu nehmen. Diese Planung sollte im Einklang mit dem vorhabensbezogenen Bebauungsplan für den Neubau Pschorrhof, den Planungen für den verkehrsberuhigten Geschäftsbereich, für die Wohngebäude neben der Kirche und das Altersheim durchgeführt werden. Ausgeführt werden könnte der Umbau des Kreisverkehrs dann zusammen mit dem Neubau Pschorrhof und den anderen oben genannten Vorhaben.

2. Februar 2020

Verwandte Artikel