Meine Themen

  • Die Geschwindigkeit bei der Klimawende vervielfachen
  • Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Wohnraum und Gewerbe schaffen
  • Bezahlbaren Wohnraum und genossenschaftliches Wohnen fördern
  • Mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung in die Gemeindepolitik bringen
  • Keinen Kahlschlag für Kiesabbau zulassen
  • Ein zukunftsfähiges Verkehrskonzept vorantreiben
  • Fahrrad und öffentlichen Nahverkehr stärken
  • Unseren Bannwald gegen Straßenbau schützen
  • Eine Gartenstadt mit attraktiven Zentren schaffen

Klima

Unsere Kinder streiken zu Recht gegen die Klimakrise und opfern dabei einen Teil ihrer Ausbildung für ihre Zukunft.

Für Gräfelfing bedeutet konsequente Klimapolitik u.a. einen weiteren Ausbau alternativer Energieerzeugung und Speicherung. Ich setze mich ein für eine Wiederbesetzung der vakanten Stelle für Umweltmanagement und Klimaschutz mit Ämter übergreifender Zuständigkeit.

Die politischen Veränderungen im Rathaus kommen derzeit zu langsam und zu spät. Wir müssen unsere Anstrengungen vervielfachen, wenn wir die Klimawende noch rechtzeitig schaffen wollen.

Ein Wärmenetz im Würmtal mit einem Erdbecken-Wärmespeicher in einer ehemaligen Kiesgrube als Zentrum ist angesagt. Dort könnte im Sommer die Abwärme aus den Klimaanlagen und Verarbeitungsprozessen der angrenzenden Gewerbegebiete, die Abwärme von Blockheizkraftwerken, die Wärme aus dem ganzjährigem Betrieb der geplanten Geothermie und die Ernte von thermischen Solarkollektoren gespeichert und im Winter an die angeschlossenen Verbraucher wieder abgegeben werden.

Gewerbe

Ich strebe keine immer neuen Rekorde bei den Gewerbesteuereinnahmen an. Gräfelfing muss hier die Grenzen des Wachstums erkennen. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Arbeitsplätzen und Wohnraum verhindert zusätzlichen Verkehr.

Für Gräfelfing bedeutet das, die Gewerbegebiete in der Regel nur noch für bereits ortsansässige Betriebe zu erweitern. Bei der Entwicklung unserer Gemeinde sollten die Lebensqualität der Wohnbevölkerung und die Umwelt im Vordergrund stehen.

Kies

Unser Kiesbedarf muss so schnell wie möglich durch Verwendung von Recycling-Beton und wo immer möglich durch Holz als Baustoff reduziert werden. Statt Kahlschlag für Kiesabbau in Forst Kasten und im Planegger Holz soll regionale Kiesgewinnung auf Vorrangflächen unter schnell zu rekultivierenden Feldern und Wiesen stattfinden.

Wohnungsbau

Wir können gegenüber dem Zuzugsdruck nach München keine Abschottungspolitik betreiben. Zusätzlicher bezahlbarer Wohnraum muss geschaffen werden. Dies soll nicht durch Ausweisung neuer Baugrundstücke für Siedlungshäuser und Einfamilienhäuser auf Kosten der Natur geschehen.

Eine angemessene Verdichtung in den Ortszentren kann die Urbanität unserer Gemeinde fördern und Wohnraum in Mehrfamilienhäusern schaffen. Im Sinne einer richtig verstandenen Gartenstadt benötigen wir mehr genossenschaftliches Wohnen und Bauprojekte, etwa auf frei werdenden Gewerbeflächen. Hierfür schlage ich die Absiedelungsfläche der Doemens-Akademie vor. Wir sollten unsere Gewerbegebiete nicht immer weiter ausbauen und dadurch den Pendlerverkehr verschärfen, solange wir nicht genügend Wohnraum haben

Für Gräfelfing bedeutet das keine große Erweiterung der Heitmeiersiedlung, aber die Prüfung eines Baugebotes für die brachliegenden Flächen am Bahnhof Lochham und eine Bebauung der gemeindeeigenen Flächen am Bahnhof Gräfelfing. Bei Verdichtungen in der Fläche muss der Gartenstadtcharakter unserer Gemeinde erhalten bleiben.

Städtebau

Ein wichtiges Anliegen ist mir die Förderung der Urbanität unserer Heimatgemeinde. Supermärkte, Büros und Hotels sollen in Bahnhofsnähe statt autogerecht am Ortsrand entstehen. Große Ankerbetriebe ermöglichen den kleinen Geschäften ein gutes Auskommen.

Das bedeutet einen Ausbau des Jahnplatzes als Begegnungs- und Ortszentrum mit Café und großem Supermarkt sowie mehr Aufenthaltsqualität durch Gastronomie mit Freischankflächen in den Ortszentren. Eine ausgebaute Fahrrad-Hauptroute zwischen dem wachsenden Campus Martinsried und den neuen Wohnungen in Freiham bringt neue Kaufkraft in die Bahnhofstraße. Bürgerschaftliches Engagement könnte sichtbar werden durch ein Inklusionsrestaurant am Rathausplatz und ein Bürger- und Kunstcafé im sanierten Bürgerhaus.

Verkehr

Jahrzehnte rückwärts gerichteter Verkehrspolitik in Deutschland haben zu kaum mehr aufholbaren Versäumnissen geführt. Diese erzwingen nun Fahrverbote, die keiner will. Eine Verkehrswende mit überzeugenden Angeboten an ÖPNV-Nutzende, Zufußgehende und Radfahrende ist überfällig. Nur so wird die Einwohnerschaft das Auto öfter stehen lassen, soweit sie nicht aus gesundheitlichen, beruflichen oder familiären Gründen darauf angewiesen ist.

Für Gräfelfing bedeutet das u.a. bahnhofsnahe Busverbindungen mit funktionierenden Umsteigemöglichkeiten, einen Rückbau der Lochhamer Straße auf Normalmaß, eine konsequente Schließung der schmerzhaften Lücken im Radverkehrsnetz und eine Beseitigung der durch einseitig autofreundliche Verkehrseinrichtungen bestehenden Gefahren für Schulkinder. Ein integriertes Verkehrskonzept sollten wir schnell angehen und nicht weiter Flickwerk betreiben.

Unser Bannwald im Lochhamer Schlag muss erhalten bleiben. Ca.1200 Bäume und die Hälfte der dort vorhandenen Geh- und Radwege dürfen nicht für eine neue Verbindungsstraße vom Gewerbegebiet zu einer neuen Autobahnzufahrt geopfert werden.

Kultur

Wir genießen durch unsere Vereine ein reiches kulturelles Leben. Insbesondere der Kunstkreis schafft durch glänzende Ausstellungen Renommee weit über die Gemeinde hinaus. Die Veranstaltungen der Literarischen Gesellschaft haben schon meine Eltern regelmäßig besucht. Unser Kulturfestival ist ein Magnet im Würmtal.

Gräfelfing sollte diese Standortfaktoren weiter ausbauen und damit für Gewerbe und Gäste noch attraktiver werden. Andere Gemeinden verfügen bereits über hauptamtliche Stellen für Kulturmanagement.